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Zusatzqualifikation: Fachkraft für Arbeitssicherheit

Im Rahmen des Modellprojektes Virtuelle Fachschulen wurde ein zweiter Modellversuch durchgeführt. Über eine Kooperationsvereinbarung wurde die Ausbildung zur „Fachkraft für Arbeitssicherheit“ (Sifa) in die Fachschulen für Technik integriert. Neben dem RWB-Essen nahmen 4 weitere Berufskollegs an diesem Modellversuch teil.

Die Ausbildung war aufgeteilt:

Die Dozent/-innen der BG BAU hatten keine Erfahrungen im Umgang und der Kommunikation mit schwerhörigen und gehörlosen Menschen. 
Bei den Terminen in Haan waren deshalb immer Gebärdensprach-Dolmetscher/-innen und Lehrende des RWB-Essen anwesend. Auch zum Nachteilsausgleich bei den schriftlichen Prüfungen kamen Gebärdensprach-Dolmetscher/-innen zum Einsatz.

Der Sifa-Modellversuch war für die wissenschaftliche Begleitung besonders interessant. Hier konnte beobachtet werden, wie gut eine Regelausbildung für schwerhörige und gehörlose Menschen zugänglich sein kann, wenn die Kommunikationsbedürfnisse der hörgeschädigten Studierenden beachtet werden.

Das Ergebnis ist eindeutig: 6 von den 10 Studierenden haben die Zusatz-Ausbildung zur „Fachkraft für Arbeitssicherheit“ absolviert. Alle haben die Abschlussprüfung bestanden und haben nun die höchstmögliche Qualifikation auf dem Gebiet des Arbeitsschutzes, die man außeruniversitär erreichen kann. Die Studierenden sind bundesweit die ersten schwerhörigen bzw. gehörlosen Menschen, die diese Ausbildung erfolgreich abgeschlossen haben.

Die Ausbildung zur „Fachkraft für Arbeitssicherheit“ wurde nicht in den Regelbetrieb der Virtuellen Fachschule Bautechnik übernommen. Außerhalb des Modellversuchs stehen keine Mittel zur Verfügung, um die anfallenden Kosten für Gebärdensprachdolmetscher/-innen zu übernehmen.

Grafiken und Diagramme:

Praktische SiFa-Ausbildung bei der BG Bau in Haan

Abbildung 1:
Praktische SiFa-Ausbildung bei der BG Bau in Haan